Goodbye XING – warum ich kündigen werde

Published by alex on July 3rd, 2011 - in Social Media

Lang hab ich das hinausgezögert, gehofft, dass mir XING irgendwann doch was nützen würde…

Aber das hat es nicht… Am Anfang meiner früheren Selbständigkeit hab ich XING (damals noch openBC genannt) schon hin und wieder genutzt, auch bei einigen ganz seltsamen IHK Sommerveranstaltungen war ich dabei, gebracht haben die mir im Nachhinein eigentlich nichts. Von den wenigen Kontakten aus der Zeit bin ich doch freundschaftlich mit einigen gut verbunden. Die XING-Services oder Tools waren mal hilfreich, mal hat sie niemand verstanden und die XING-Aktionäre und Gesellschafter haben sich mehr und mehr um die Aktien als um die Benutzer und Premium-Kunden gekümmert.

Und seit dem letzten Update von XING ähnelt es zu sehr Facebook. Die Kritik wuchs in der Netzgemeinde und je mehr und mehr ich nachdenke, merke ich, dass ich keinen Nutzen als Premiumkunde bei XING mehr habe. Deshalb hab ich vor, meinen Premiumstatus zu kündigen und danach auch mein XING-Profil. Immerhin findet man mich auf diversen anderen Internetplatformen auch viel besser, die Kontaktmöglichkeiten zum Beispiel bei Twitter sind einfacher, schneller und besser.

Und jetzt, da Google+ als Alternative (oder Konkurrenz) zu Facebook auftaucht, da frag ich mich, warum ich dann noch XING bezahle… Für was denn eigentlich? Gut, es mag sicherlich einige XING-Ambassadors wie Oliver Gassner geben, die mit XING auch beruflich und professionell arbeiten können – aber mir persönlich jetzt nicht mehr.

Über das Fehlverhalten von XING-Managern möchte ich jetzt auch nicht urteilen oder sprechen, auch nicht, dass einer ein Teil seines Aktienpaketes einen Tag vor dem Relaunch auf der Börse verkauft hat… Aber es wurde immer wieder klar, das XING nicht mehr das ist was es mal war. Zu viele sogenannte “XING-Spezialisten” und “social Media Extrem Berater Profis” tauchen da auf und verwirren eher. Auch viele Gruppen und Foren sind uninteressant geworden, auf vielen taucht kein neuer Beitrag auf. Ich selber bin Gruppen-Moderator einer Gruppe – doch bin ich nicht mehr in der Gruppe aktiv, da ich weggezogen bin. Auch von den Gruppenkontakten, die offiziell Vertreter dieser Gruppe sind, müht sich niemand, daran was zu ändern. Das sagt viel über die Gruppen aus – oder über die Personen in der Gruppe… Auch wenn ich mit ihnen im realen Leben gut klarkomme…

Deshalb schreibe ich hier den Blogpost, um ihn erstmal bei XING zu verlinken, um den XING-Kontakten dort das zu verstehen zu geben und dann versuche ich bei XING zu kündigen und mein Profil zu löschen. Mal sehen, ob das klappt… ;)


7 Responses

  1. Tom Noeding says:

    Ein einziges Mal in all den Jahren habe ich von XING unmittelbar profitiert. Das war im Februar 2009, als ich folgende Statusmeldung veröffentlichte:

    “Suche Festanstellung als Community Manager (Senior Level). CV auf Anfrage.”

    Daraufhin melde sich meine/unsere heutige Chefin. Der Rest ist Geschichte. Insofern wird mir diese XING-Anekdote immer gerne in Erinnerung bleiben. Mehr als ein Kontaktmanagement-System, war XING für mich ohnehin nie gewesen. Die kommenden Monate werden zeigen, welche Rolle der einstige deutsche “Klassenprimus” in Zukunft noch spielen wird.

  2. alex says:

    Ja, das ist eine sehr schöne Anekdote.

  3. jke says:

    +1 mit Tom – via Xing habe ich mal einer Bekannten einen Job vermittelt, aber da gab es noch keine Alternativen und viele sind imo auch auf der openBC-Stufe hängengeblieben oder nutzen Xing nur als verlängerten CV (“bloss nix falsch machen und so”).

    Alleine schon die Benachrichtungsmails ohne Vorschau auf den Inhalt sind eigentlich Grund genug für eine Kündigung. Bin gespannt wie es sich entwickelt! War nie zahlender Kunde daher lasse ich es erstmal weiterlaufen.

    Cheers aus Malle!

  4. Fabian says:

    Auch ich habe damals meinen Job bei XING “gefunden”, besser gesagt: der Job mich. Deswegen war und bin ich XING erst einmal gut gesinnt. Das neue Desing finde ich nicht schlecht, es hat seine Macken, die auch mich extrem stören, aber das kann ja noch werden. Was mich wirklich stört ist der absolut miserable Support für uns Premium-Mitglieder (ich bin zahlender Kunde, seit dieses Ding OpenBC hieß). Für mich ist XING ganz klar eine “Visitenkarte” für Business-Partner/Kunden. Auf Facebook sind Freunde und sonstige Leute, die ich mal getroffen habe, auf Twitter folgt wer auch immer. Google+ weiß ich noch nicht genau einzuordnen, das wird die Zukunft zeigen. Die einzig wahre Alternative ist LinkedIn – aber sind wir ehrlich, diese Seite ist noch um einiges schlechter als XING. Deswegen bleibe ich erst einmal dabei, werde mir die Sache aber überlegen, sobald ich mehr und mehr Leute dort nicht mehr finde bzw. immer öfter höre “XING? Nein, nutze ich nicht mehr.”.

  5. Mario H. says:

    Schade, Alexander, gerade wollte ich mich mit dir dort vernetzen… :-)
    Aber dass es so viele Erfolgsgeschichten gibt, hätte ich nicht gedacht, ganz ehrlich. Ich habe damals mein Profil eingerichtet, weil mir das als gute Möglichkeit genannt wurde, von Headhuntern gefunden zu werden. War nix :-)
    Von anderen Stellen habe ich auch gehört, dass sich Xing, auch und vor allem in der Premium-Version nicht lohnt.

  6. Henning says:

    Ich kann deine Argumente ganz gut nachvollziehen. Ich denke auch immer wieder mal darüber nach, ob sich die Premium-Mitgliedschaft dort noch lohnt.

    Aber warum das Profil löschen? Das verstehe ich nicht. Viele löschen ihre Profile in Social Networks, aber wieso. Hör doch einfach auf, es zu nutzen, gib uns bei jedem Wechsel deines Arbeitgebers oder deiner Kontaktdaten via Profiländerung kurz Bescheid und gut ist.

  7. alex says:

    Wow, vielen Dank für eure Rückmeldungen und auch Meinungen. Scheint so, als ob ich nicht der einzige bin, der mit XING unzufrieden ist… Vielleicht werde ich doch einfach nur wieder Standard-Kunde (kostenlos).. Mal sehen…

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